6. Juni 2018 – Tag 28 / Selbsthypnose hilft

Ein letzter Blick auf Hot Springs und den Fluss.

Das Wichtigste in Kürze:

Start: 08h05, Hot Springs N.C.

Ankunft Ziel: 18h15, Little Laurel Shelter

Wetter: Am Morgen sonnig, ab Mittag bewölkt, gegen Abend wieder sonnig. Angenehme Temperatur, zwischendurch leichte Brise.

Zurückgelegte Meilen: 19.6 heute, 302.9 seit Anfang (487.4 Kilometer)

Elevation (in Fuss) 1326′-1320′-2800′-2278′-3600′-2900′-3300′-2234′-3300′

Besonderes: Neuer Distanz-Tagesrekord und schon 300 Meilen.

Und hier die Tagesgeschichte:

Monk ist ein Mensch, der gerne früh startet. Geduld ist nicht seine grösste Tugend. Heute morgen war die Koordination jedoch nicht schlecht. Wir verliessen das Hostel bereits um 07h05, um im Nahe gelegenen Diner zu frühstücken.

Morgennebel im ersten Sonnenlicht

Monk im Diner

Ich habe festgestellt, dass mein Körper sich schon stark umgestellt hat. Schwere, fettige Sachen verträgt mein Magen nicht mehr gut, ich habe dann Probleme mit der Magensäure und der Verdauung. Die letzte Nacht war in diese Richtung, deshalb war ich beim Bestellen konservativ.

Vor dem Lokal standen zwei wunderbare amerikanische Motorräder, eine Harley-Davidsona und eine Victory. Dies ist eine neue Marke, welche vor ein paar Jahren auf den Markt kam.

Nach dem Frühstück ging’s los. Über die Brücke auf die andere Seite des French Broad Rivers.

Dieser breite Fluss wird gerne für River Rafting benutzt. Entlang dem Ufer liefen Monk und ich ein Stück Flussaufwärts. Und dann ging’s los. Steil in Serpentinen erklommen wir eine Steilwand.

Der Ausblick auf Hot Springs war wunderbar.

Wenn man sich das Höhenprofil ansieht, hat man schnell das Gefühl, die heutige Strecke sei sehr leicht gewesen (z.B. kein Berg über 3600 Fuss). Natürlich gab es wiederum schöne und interessante Abschnitte.

Aber wir dürfen nicht vergessen, dass wir heute fast 20 Meilen gelaufen sind. Der letzte Anstieg zum Shelter ging über 3.3 Meilen, 1000 Fuss waren zu erklimmen.

Hier hatte ich unglaublich zu kämpfen. Nachdem ich immer langsamer wurde und vermehrt Pausen einlegte, wusste ich, dass ich etwas ändern muss.

In einer Art Selbsthypnose fing ich an, jeden Schritt zu zählen. Und siehe da, jetzt ging es auf einmal. Ohne weitere Pause (ausser für dieses Foto)

und nach fast 6800 Schritten kam ich beim Shelter an.

Ich fand Platz, da viele Leute die Mäuse fürchteten und lieber im Zelt schliefen 🐁. Diese Nacht habe ich wunderbar geschlafen, nachdem ich mir nach der Gewaltsleistung wieder einmal einen Whisky gegönnt habe 👍.

4 Gedanken zu “6. Juni 2018 – Tag 28 / Selbsthypnose hilft

  1. Avatar von Megge Megge Juni 8, 2018 / 2:28 pm

    Cool was du da machst. Keep on walking

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  2. Avatar von Charly Charly Juni 9, 2018 / 11:23 am

    Super wie Du Dich immer zu neuen Höchstleistungen bringst. Chapeau!
    Ich schreib Dir heute am 9.6.: ALLES GUTE ZUM GEBURTSTAG. WÜNSCHE DIR DAS ALLERBESTE UND MÖGEN DEINE VORHABEN GELINGEN!
    Liebi Griess
    Charly

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    • Avatar von Hiker Pike swizzboy Juni 9, 2018 / 5:46 pm

      Lieber Charly
      Vielen Dank für deine motivierenden Worte.
      Herzliche Grüsse
      Erwin

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  3. Avatar von Monika Hänggi Monika Hänggi Juni 9, 2018 / 5:27 pm

    Lieber Erwin/Pike:
    Happy Birthday und Slainte mhath! (mit einem Bourbon ;-))
    Auf dein Wohl und grossartig wie du auf dem Trail unterwegs bist, auch mit körperlichen und mentalen Grenzerfahrungen nicht aufgibst. Der Blog ist eindrücklich und spannend zu lesen. Du lässt uns teilhaben an deinem Weg und die Bilder sind grandios. Vom „Sofa“ aus lässt sich kaum ermessen, wie anstrengend das Ganze ist, doch muss es eine glückliche Erfahrung sein am Tagesziel anzukommen, müde und stolz. Viel Inspiration weiterhin auf deinem Weg und hip hip hooray !
    Moni & Heinz

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