1. Juli 2018 – Tag 53 / Zero day mit ribs and beer in Blacksburg

Ein Vorhaben wie der Thru-Hike des Appalachian trails bedingt Disziplin. Man kann z.B. am Morgen nicht einfach länger liegen bleiben, da man ja eine gewisse Anzahl Meilen pro Tag zurücklegen muss respektive will. Aber natürlich braucht man auch einmal eine Pause, am Besten in der Form eines Zero days. Heute war nun ein solcher Tag. Ich hatte gespürt, dass mein Körper eine Pause braucht. Monk war glaub ich nicht unglücklich darüber, dass er einen Ruhetag hat. Eagle Eye wiederum hatte sowieso diesen Zero day in Pearisburg eingeplant.

Was schreibt man aber nun über einen Zero day? Wie es der Name sagt, ist es ein Null Tag, d.h. Null Meilen werden gelaufen. Also gibt es auch keine Fotos vom Trail….

Aber natürlich, wir haben ja trotzdem was gemacht.

Trotz freiem Tag war ich früh wach. Monk und ich gingen um 08h00 zum Frühstück zu Dairy Queen, vorher war das Restaurant nicht geöffnet, da Sonntag. Nach dem Frühstück ging Monk in den Food Lion Lebensmittelmarkt, um seine Vorräte aufzustocken. Oh my god, er kam mit zwei prall gefüllten Einkaufstaschen zurück. Und wohlverstanden, er hatte nur für sich eingekauft! Ich wollte später zu Walmart, nebendran gab es nämlich einen Liquor store, mein Whiskey war dank der „Mithilfe“ von anderen Hikern zu Ende gegangen.

Eagle Eye hatte im Hostel für heute 11h30 einen Shuttle ins 20 Meilen entfernte Blacksburg gebucht.

Soso, es gibt also sogar eine PIKE TOWNSHIP. 👍

Dort gab es Outfitter, Eagle Eye brauchte neue Schuhe, Monk wollte doch wieder eine Luftmatratze kaufen. Es schloss sich noch Colin an, ein Engländer, der es relativ gemütlich auf dem Trail nimmt.

Der Fahrer fuhr uns zuerst zu Walkabout Outfitter. Ein gut sortierter, übersichtlicher Laden. Ich hielt mich mit Einkaufen zurück, obwohl meine Schuhe immer übler aussehen. Und andere Dinge, die mir gefallen hätten, passen nicht zu meinem momentanen Status als Hiker 😉.

Der Rest des Tages ist relativ schnell erzählt. Wir hatten entschieden, dass wir nach dem Einkauf nicht sofort zurückfahren würden, sondern in Blacksburg noch etwas zu Mittag essen würden.

Der Fahrer fuhr uns noch ins Zentrum. Wir liefen zuerst noch kurz die Hauptstrasse ab, aber es war viel zu heiss und etliche Geschäfte waren geschlossen. Wir gingen ins Sharkeys, eine Sportbar mit gutem Essensangebot. Und so kam ich sogar zu einem Fussballnachmittag mit Kroatien gegen Dänemark 😁.

Die Ribs waren sensationell gut, das Fleisch fiel fast von selbst vom Knochen. Dazu gab es Bier respektive Cider (für Colin; Cider = suure Moscht). Wir waren alle im gemütlichen Modus und verbrachten etliche Stunden dort, sodass wir am Ende sogar etwas zu Abend assen.

Zurück nach Pearisburg fuhren wir mit einem Lyfts Auto, einem Konkurrenten von Uber.

Jetzt musste ich aber auch noch Einkaufen gehen, der Einfachheit beschränkte ich mich auf Food Lion. Damit muss der Whiskey halt noch etwas warten.

Hinterlasse einen Kommentar