11. Juli 2018 – Tag 63 / Bär Nummer vier und Abstecher nach Glasgow

Das Wichtigste in Kürze:

Start: 07h35, Thunder Hill Shelter

Ankunft Ziel: 14h25, U.S. 501, Va. 130, dann mit Autostopp nach Glasgow

Wetter: Ganzer Tag Sonne, heiss, schwül

Zurückgelegte Meilen: 14.6 heute, 786.0 seit Anfang (1264.7 Kilometer).

Elevation (in Fuss): 3960′-2369′-3054′-2300′-2650′-678′-680′

Besonderes: Bärensichtung am Morgen!

Und hier die Tagesgeschichte:

Ich hatte diese Nacht im Innenzelt im Shelter geschlafen, um all diesen fliegenden Plagegeistern aus dem Weg zu gehen. Zwei weitere Thru-Hiker kamen am Vorabend relativ spät beim Shelter an und fragten, ob es noch Platz habe. Ich war alleine im Shelter, also Platz en masse.

Sie fragten, ob es mich stören würde, wenn sie den Wecker auf 05h00 stellen würden. Ich sagte ihnen, dass das für mich problemlos sei.

Ich schlief schlecht diese Nacht, hatte wohl zuviel gegessen. Um 05h50 machte ich mir Kaffee und Frühstück.

Heute stand Glasgow (in Virginia, nicht Schottland😁) auf dem Programm. Wohl liegt die Stadt 6 Meilen vom Trail entfernt, aber ich musste auf die dortige Post, ich hatte dort zwei Pakete postlagernd.

Glasgow bietet neben dem Dinosaurier (keine Ahnung weshalb der dort steht)…

eine absolute Novität. Ein von der Stadt bereitgestellter Shelter, der über Wasser, Strom und warme Dusche verfügt.

Monk und ich zogen los.

Nach etwas über drei Meilen sahen wir einen Bären, der zuerst flüchtete, dann aber im Gebüsch stehen blieb. Wir beobachteten ihn, er uns. Nach etwa 2 Minuten trollte er sich.

Der Weg nach Glasgow war ein langer, langer Abstieg, unterbrochen von einem kurzen, heftigen Aufstieg.

Ich wollte meine Blogs uploaden und liess Monk ziehen.

Beim erwähnten Aufstieg in der warmen Sonne musste ich ziemlich beissen.

Aber letztendlich kam ich bei der Fussgängerbrücke über den James River an.

Auf der anderen Seite des Flusses war Monk, er war 10 Minuten vor mir angekommen und badete gerade die Füsse.

Wir machten Autostopp und hatten Glück, jemand stoppte, nachdem er unsere Rucksäcke gesehen hatte.

Bei der Post liess er uns raus, gegenüber ist der Shelter.

Wir gingen zuerst in das einzige Restaurant im Ort (Scotto’s, ein Italiener), bestellten etwas und warteten auf Eagle Eye.

Nach dem Essen bezogen wir den Shelter und ich erledigte die Sache mit der Post.

Abends war mangels Alternative nochmals das Scotto’s angesagt.

Jetzt liege ich in meinem Innenzelt auf einer Wiese und bestaune die Glühwürmchen.

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