15. Juli 2018 – Tag 67 / Bärentag, Richtung Waynesboro und Shenandoah National Park

Das Wichtigste in Kürze:

Start: 10h00, Reids Gap, Va. 664 (vorher mit Shuttle ab Devils Backbone Brewery)

Ankunft Ziel: 18h17, Rockfish Gap, dann mit Autostopp nach Waynesboro, Virginia zum Quality Inn Motel

Wetter: Zuerst Sonne, warm, dann bewölkt, am Nachmittag lokale Gewitter (Monk hat es voll erwischt, mich nicht😁)

Zurückgelegte Meilen: 19.1 heute, 863.0 seit Anfang (1388.6 Kilometer).

Elevation (in Fuss): 2645′-3606′-2150′-2280′-1700′-2000′-1902′

Besonderes: Unabhängig Bärensichtungen durch Monk (Mutter mit 2 Jungen) und mich (männlicher Bär)

Mutterbär mit zwei Jungtieren (schwarze Punkte hintendran)

Photo by Monk

Und hier die Tagesgeschichte:

Heute hiess es Abschied nehmen von der Devils Backbone Brewing Company. Monk und ich hatten hier zwei tolle Tage verbracht.😁👍

Das Hikers‘ breakfast wurde nochmals mit höchstem Genuss verspiesen. Dann machten sich total 7 Hikers für den Transport zum Reids Gap bereit. Die Fahrerin brauchte noch einen Moment Zeit, sodass ein letzter Gang zur Toilette drin lag.

Dann wurden wir zum Reids Gap gefahren.

„Baggins“, ein Thru-Hiker aus Kolumbien, auf der Fahrt zum Reids Gap

Während sich die übrigen Hikers auf den Weg machten, setzte ich mich hin und hielt über WhatsApp einen etwa 25 minütigen Videocall mit meinem Göttibueb (Patenkind) Tristan, seiner Zwillingsschwester Nora und Tanja, welche die beiden den ganzen Tag um sich hatte (war unser Geschenk zu deren 10. Geburtstag im Mai, Tanja ist ja auch die Gotte von Nora).

Um 10h00 marschierte auch ich los, die anvisierte Tagesleistung waren rund 19 Meilen bis nach Waynesboro.

Bereits nach 10 Minuten kam ich zum ersten Aussichtspunkt, 3 Ridges Mountain.

Die heutige Etappe war betreffend Views sicherlich etwas vom Besseren.

Gegen Mittag in ziemlich steinigem und steilem Gelände hatte ich die übrigen Hiker mit Ausnahme von Monk eingeholt und zog an ihnen vorbei, ich war auf einer Mission. Es war richtig heiss, Gewitter waren angekündigt.

Unterwegs an einer Quelle traf ich auf eine Mutter mit ihren drei Kindern und einem Hund, welche den Sonntag im Wald verbrachten. Ich hatte ein gutes Gespräch mit ihr, bevor ich weiterging.

Ein Fall von Trail magic

Nach einiger Zeit kam ein weiterer Aussichtspunkt.

Im Laufe des Nachmittags lief ich auf dem Trail an dichtem Gebüsch vorbei. Plötzlich hörte ich lautes Knacken von brechenden Ästen aus dem Unterholz. Irgend etwas Grosses bewegte sich durch die Büsche! Ich blieb stehen und schaute angestrengt ins Unterholz. Und dann sah ich Bär Nr. 5 😁👍.

Ich lief beschwingt weiter. Leider nicht mehr ganz so konzentriert, was sich kurze Zeit später rächen sollte. Ein Stolperer, ich landete auf dem Boden. Leider war dieser mit scharfen Steinen belegt, sodass mein Knie entsprechend etwas abbekam.

Aber wie heisst es so schön: Ein Indianer kennt keinen Schmerz. Und ich musste eh weiterlaufen. Aber einen kurzen Fluch musste ich dann doch loswerden.

Während etwa 45 Minuten begleitete mich ein Gewitter in der Ferne, es fing sogar einen sehr kurzen Moment zu regnen an. Ich hatte aber Glück und kam trocken davon.

Um 17h00 sandte mir Monk eine Nachricht, dass er am Rockfish Gap sei. Eine Dreiviertel Stunde später meldete er, er sei jetzt im Quality Inn Motel. Um 18h17 war auch ich am Gap. Dort gab es einen Popcorn Stand, ich ging hin, kaufte etwas Popcorn sowie ein Soda. Dann wollte ich mit Servietten die Wunde säubern. Eine Dame aus dem Popcorn Wagen sah dies und rief mich. Als ich zu ihr ging, reichte sie mir einen frischen Waschlappen, der in heissem Wasser genetzt worden war. So nett!

Ich kam mit einem Paar ins Gespräch, welche mich dann auch zum Motel fuhren.

Monk erzählte mir, dass er auf dem Trail eine Bärenmutter mit zwei Jungen gesehen und fotografiert hatte. Grossartig! Ferner war er voll ins Gewitter gelaufen und triefend nass gewesen.

Nach einer Dusche ging ich mit Monk noch etwas in einem Restaurant mit Cajun Küche essen, bevor dann schlafen angesagt war.

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