14. Juni 2018 – Tag 36 / Wunderbare Wasserwelt

Das Wichtigste in Kürze:

Start: 08h05, Zeltlager oberhalb Meile 410.1

Ankunft Ziel: 14h00, Hampton Blueline Trail, dann mit Autostopp nach Hampton und dann nach Elizabethton.

Wetter: Am Morgen Waschküche pur, gegen Mittag Sonne und dann heiss (30 Grad Celsius).

Zurückgelegte Meilen: 12.1 heute, 422.2 seit Anfang (679.1 Kilometer)

Elevation (in Fuss) 3920′-4121′-3813′-4206′-3700′-3800′-2120′-2450′-1900′-2000′

Besonderes: Die Laurel Fork Schlucht und der Wasserfall. Ein absoluter Traum.

Und hier die Tagesgeschichte:

Ich wusste, dass ich in Hampton, welches heute an der Tagesetappe lag, beim Post Office einen Stopp einlegen musste. Dort lagerte mein Paket, welches ich vor Wochen aufgegeben hatte, ich musste dieses nun weiterleiten.

Nach dem Regen in der Nacht hatte es nun aufgehört. Wir frühstückten, packten unsere Sachen zusammen und liefen los. Heute würde es tendenziell runter gehen, das war klar.

Unterwegs sahen wir wieder einen der Baumpilze. Damit man die Grösse einschätzen kann, hat sich Monk dazugestellt.

Unterwegs sah ich diesen Felsen, welcher mit einer speziellen Flechte bewachsen war, welche wie Blätter aussieht Diese wird bei Trockenheit vollkommen braun und trocken.

Wieder einmal ein schöner Aussichtspunkt unterwegs

Beim Abstieg stiessen wir auf diesen uralten Stadel. Die Stämme waren grob behauen, aber eingepasst. Wunderbare Arbeit!

Der Pond Mountain wird für morgen aufgespart 😉.

Diese Brücke führt über die Laurel Fork Schlucht

Nach einer waghalsigen Kletterei über Felstreppen kamen wir runter zum Laurel Fork Wasserfall. Dieser Fall ist traumhaft schön. Wir machten dort eine Rast, ich zog die Schuhe aus und genoss es, die Füsse im Fluss zu kühlen. Himmlisch!

Auf dem weiteren Weg trafen wir eine Freiwilligen Equipe, welche jeweils Donnerstags den Trail unterhält. Hier drei Männer davon. Vielen Dank für die harte Arbeit, welche unbezahlt geleistet wird.👍

Wir nahmen nun den Hampton Blueline Trail, um zum Ort zu gelangen. Mittels Autostopp gelangten wir zum Post Office, mein Paket ist jetzt unterwegs nach Glasgow, Virginia (Meile 786 auf dem A.T.) . Die Frau, welche uns mitgenommen hatte, wartete und führte uns anschliessend zum einzigen Restaurant im Ort. Wir assen etwas und wollten anschliessend zu einem Hostel im Ort. Doch denkste, trotz aktuellem Führer war das Hostel geschlossen.

Also wieder Autostopp zum nächsten Ort, Elizabethton. Jim Reece und seine Frau nahmen uns mit. Dort checkten wir in einem Hotel ein und bekamen dank einem netten Gespräch mit der Empfangsdame das Zimmer zum absoluten Spezialpreis von US $ 59.95 😁.

Im Zimmer hängten wir unsere Zelte zum Trocknen auf.

Am Abend liefen wir zu einem Japanischen Take away neben dem Hotel und assen dort noch etwas.

Ein eindrücklicher Tag!

15. Juni 2018 – Tag 37 / Happy birthday Monk!

Das Wichtigste in Kürze:

Start: 09h05, Dennis Cove, USFS 50 (hingefahren durch den Trail Angel Jim Reece, Plumbing Services)

Ankunft Ziel: 13h15, Shook Branch Road, dann Boots Off Hostel

Wetter: Bereits am Morgen sonnig und dann sehr heiss (über 30 Grad Celsius).

Zurückgelegte Meilen: 5.8 heute (plus zusätzlich 2.7 ohne Wertung), 428 seit Anfang (688.7 Kilometer)

Elevation (in Fuss) 2510′-2120′-2450′-1900′-3700′-2000′

Besonderes: Monk’s 61. Geburtstag

Und hier die Tagesgeschichte:

Heute morgen war das Aufstehen für mich nicht ganz so einfach, ich hatte doch fast bis 00h30 an meinem Blog-Problem mit Hilfe von WordPress gearbeitet.

Das Problem ist erkannt, die Fotos sind schlicht zu gross und müssen vor dem Upload reduziert werden. Ich werde nun alle alten Einträge, welche nicht komplett aufgeladen wurden, anpassen.

Nach dem Aufstehen gratulierte ich erst einmal Monk zum 61. Geburtstag. Monk ist als Jüngstes von 6 Kindern aufgewachsen. Da mehrheitlich alle laufs Juni Geburtstag haben, wählte seine Mutter jeweils einen Tag, an welchem gefeiert wurde. So gesehen hat Monk nicht oft (wenn überhaupt) an seinem richtigen Geburtstag gefeiert. Er freute sich sichtlich.

Wir beschlossen, im Hotel zu frühstücken, dieses war im Preis eh inkludiert.

Anschliessend packten wir unsere Sachen zusammen, die Zelte waren zwischenzeitlich auch getrocknet.

Jim Reece, der uns gestern mitgenommen hatte, hatte uns seine Telefonnummer gegeben und gesagt, dass wir am Morgen nur schwer jemanden finden würden, der uns mitnähme. Wir sollten ihn anrufen, er würde uns wieder zurückfahren.

Monk war der Meinung, dass wir zuerst versuchen sollten, per Autostopp zum Trail zu gelangen. Falls das nicht klappen sollte, könnten wir Jim immer noch anrufen.

Tja, Jim hatte Recht behalten….

Nachdem wir etwa eine halbe Stunde erfolglos unsere Daumen hochgehalten hatten, rief Monk ihn an und Jim kam dann etwa 20 Min. später angefahren. Nun ging es darum, wo er uns hinfahren solle. Ich war der Meinung an den Punkt, wo wir gestern den Trail verlassen hatte. Jim meinte, er wüsste einen besseren Platz direkt am Trail., wir würden dadurch unnötige Strecke sparen. Mein Erstaunen war nicht schlecht, als wir beim Dennis Cove ankamen. Dort waren wir gestern schon durchgekommen. Jim meinte, wir würden tatsächlich Strecke sparen. Noch ein herzlicher Händedruck, dann waren wir unterwegs. Mittlerweile war es 09h05.

Trail angel Jim Reece

In diesem Fall lag er falsch. Wir liefen 2.7 Meilen, bis wir zum Punkt kamen, wo wir gestern den Trail verlassen hatten.

Spinne im Netz

Nun lag ein harter Brocken vor uns, der Pond Mountain. Dieser sah auf dem Streckenprofil schon speziell aus. Schnell mal 1700 Fuss hoch, dann gleich wieder 1500 Fuss runter. Und das innert nicht ganz 6 Meilen!

Eine schöne Pflanze auf dem Weg zum Gipfel

Dieser Berg wollte nicht enden. Dazu eine grosse Wärme, schwitzen war angesagt.

Um 13h15 hatten wir es geschafft, der Berg war bezwungen und wir wieder unten.

Nun mussten wir kurz den weiteren Tag besprechen. Ein Weitermarschieren war eine schlechte Option. Vor uns lag ein Bären-Problemgebiet. Der Shelter dort war geschlossen, Campen war nicht erlaubt, der nächste offene Shelter lag 9.2 Meilen entfernt. Zufälligerweise lag 0.1 Meilen von uns das Boots off Hostel. Wir entschieden, den heutigen Trailtag zu beenden und lieber Monk’s Geburtstag zu feiern. Wir liefen zum Hostel, nahmen zwei Bunk beds, duschten, zogen uns um und marschierten gleich zur nächsten Strasse. Wir wollten nach Elizabethton trampen und etwas essen gehen. Zuerst nahm uns eine Frau bis Hampton mit, anschliessend ein Vater mit Kind. Er führte uns zu einem ausgezeichneten Mexikanischen Restaurant in Elizabethton Das Essen war gewaltig!😋

Ich kam auf die Idee, Eagle Eye per WhatsApp anzuschreiben und zu fragen, ob er schon in Japan sei für das Schwimmprojekt. Unglaublich, er antwortete sofort. Letztendlich hatte es nicht geklappt, weil er nicht sofort reisen konnte. Aber er wird im Sommer auf Hawai die Produzenten treffen, allfällig kann er dann etwas mit ihnen machen. Er war auf dem Weg nach Hampton und wollte auch im Hostel schlafen. Ich empfahl ihm, dort kurz anzurufen, da schon gut belegt sei. Er machte das und bekam das letzte Bunk bed.

Auf dem Rückweg versuchte ich, ein Autokino zu fotografieren. Witzig, dass es das noch gibt.

So gegen 18h15 traf Eagle Eye beim Hostel ein.

Mal schauen, wie weit wir morgen auf dem Trail kommen….

13. Juni 2018 – Tag 35 / Ein „lockerer“ Tag und 400 Meilen

Das Wichtigste in Kürze:

Start: 09h05, Mountain Harbor Hostel

Ankunft Ziel: 17h30, Zelten im Wald oberhalb Meile 410.1.

Wetter: Am Morgen Sonne und heiss, später bewölkt und leichter Regen am Nachmittag, abends Gewitter und stärkerer Regen.

Zurückgelegte Meilen: 15.3 heute, 410.1 seit Anfang (659.9 Kilometer)

Elevation (in Fuss) 2880′-3600′-3340′-3430′-2703′-3590′-2675′-3470′-3260′-3583′-3290′-3920′

Besonderes: Wir haben heute die 400 Meilen Marke erreicht.

Und hier die Tagesgeschichte:

Wir hatten gestern der Chefin, welche uns zum Bierladen fuhr, spontan zum Frühstück zugesagt, welches ab 08h00 serviert wurde. Ursprünglich wollten wir nicht, da wir Frühstarter sind.

Das wäre aber ein Fehler gewesen! Das B&B und Hostel hat einen eigenen Foodtruck, der vornedran steht. Am Abend werden Burgers etc. verkauft, am Morgen ein Frühstücksbuffet bereitgestellt.

Es gab Eier, Schinken, Würstchen, Kartoffeln, Brötchen mit Gravy, Blueberry-Pancakes etc., alles frisch und geschmackvoll hergestellt, einfach nur lecker😋 und für US $ 12 inkl. der Getränke.

Wir liefen um 09h05 mit einem letzten Blick auf das B&B los.

Nachdem wir die 0.3 Meilen dem Highway entlang gelaufen waren, gingen wir auf den Trail zurück.

Am Morgen hatten wir besprochen, dass wir einen lockeren Tag einschieben würden und nur zum Mountaineer Falls Shelter laufen würden (8.8 Meilen). Ich sagte Monk, dass wir aber spätestens um 14h dort seien.

Bald trennten wir uns, ich lief voraus.

Nach gut 5 Meilen führte ein kurzer Seitentrail zum Jones Fall. Beim Abzweiger hatte jemand mit Holzstücken den 400 Meilen Marker am Boden gelegt.

Der Fall war sehr schön. Das Foto von mir hat übrigens ein anderer Thru-Hiker geschossen, der dort mit zwei anderen am Lunchen war.

Um 13h kam ich am

an, wo ich Wasser nachfüllte.

Um 13h15 war ich beim Shelter, ein schöner, sauberer zweistöckiger Bau mit zwei zusätzlichen Logenplätzen.

Mir hätte die Übernachtung dort gepasst. Monk kam 25 Minuten später. Man kennt sich ja mittlerweile 😉. Also hatte ich bereits geschaut, was wir noch für Optionen hätten, da es noch nicht einmal 14h war. 3.8 Meilen weiter auf dem Trail lag ein Solar Hostel. Wir beschlossen, da hinzugehen. Kurz vor dem Hostel hatten die Trail Versntwortlichen eine Sitzbank liebevoll hingestellt. Das ist wieder mal Trail magic!

Die Aussicht von der Bank war gewaltig.

Beim Weiterlaufen sahen wir einmal einen Hinweis auf das Hostel, das war’s dann auch schon, wir haben es nicht gefunden!

Also beschlossen wir, zur nächsten Campsite zu laufen (+ 1.7 Meilen). Diese war jedoch schon mit 5 Personen belegt, wir hätten uns nicht mehr reinquetschen können. Also kurz Wasser am Bach aufgefüllt und weiter.

Nach einigen hundert Metern fanden wir dann einen idealen Platz im Wald und stellten unsere Zelte auf. Dass es dann zu Gewittern anfing, ist halt einfach Pech….

10. Juni 2018 -Tag 32 / Butterflies and turtles (Schmetterlinge und Schildkröten)

Das Wichtigste in Kürze:

Start: 07h35, Nolichucky Hostel and Outfitters, Erwin, Tennessee

Ankunft Ziel: 16h40, Cherry Gap Shelter

Wetter: Sonnig und schwül-heiss

Zurückgelegte Meilen: 17.0 heute, 360.9 seit Anfang (580.7 Kilometer)

Elevation (in Fuss) 1700′-1760′-1720′-2480′-2280′-3900′-3080′-4437′-4100′-5180′-3900′

Besonderes: Die erste Wurst vom Holzfeuer😋.

Heute ist einer jener Tage, welche einen Blogschreiber nachts nicht schlafen lassen 😉. Was soll ich heute nur schreiben, der Tag war irgendwie ereignislos?

Oder soll ich wieder mal erwähnen, dass wir fast 3500 Fuss (1066.8 Höhenmeter) klettern mussten (gähn, schon wieder)? Nö, das wäre langweilig.

Aber halt, ganz einfach, Monk und ich sind ja heute genau seit einem Monat auf dem Trail! Was sind meine Erkenntnisse bis jetzt?

1. Mit jedem Tag wächst meine innere Ruhe, aber auch meine Stärke.

2. Jeder muss seinen Rhythmus selber finden respektive festlegen.

3. Eine Planung über den nächsten Tag hinaus bringt nichts (Ausnahme: Einkauf).

4. Das Leben auf dem Trail ist sehr einfach. Essen-Laufen-Essen-Schlafen

Nun aber doch noch zum Tag, dieser startete bereits mit Sonnenschein. Monk und ich hatten beim Food Einkauf gestern wieder übertrieben 🙄. Am Morgen packten wir die Einkaufstüten aus und mussten alles, was wir nicht zum Frühstück assen, in unsere Rucksäcke packen. Heieiei, der Rucksack war heftig schwer😥.

Wir sahen noch kurz Eagle Eye und verabschiedeten uns von ihm, dann liefen wir los.

Bereits im ersten Anstieg, der lange parallel zum Nolichucky River führte, kam mir auf dem Weg eine Schildkröte entgegen. Monk hatte vor einiger Zeit schon einmal eine gesehen, für mich war es eine Premiere. Die Schildkröte starrte mich an wie wenn sie sagen wollte: „Hey dude, get out of my way“. Ich legte ihr zur Besänftigung ein paar frisch gezupfte Gräser vor das Maul und stieg dann über sie drüber.

Die Luft war sehr schwül, Monk und ich waren schnell schweissgebadet. Zum Glück hatten wir gestern geduscht und unsere Kleider gewaschen, sodass wir nicht gleich wieder wie alte Hiker rochen😝.

Wir stiegen lange in einem Tal hoch, welches einen schönen Wildbach hatte und voll mit Rhododendren war. Ein idyllischer, fast schon verwunschener Ort.

Aufgrund des Höhenanstieges konnten wir wieder wunderbsr sehen, wie sich die Vegetation veränderte. Je höher wir kamen, desto lichter wurde es. Auffällig viele Schmetterlinge waren heute zu sehen, leider liessen sie sich nur selten fotografieren. Hier ein Prachtsexemplar:

Der höchste Punkt heute war der Unaka Mountain mit 5180 Fuss Höhe (1578.8m ü.M.). Es war spannend, wie sich die Vegetation komplett verändert hatte. Weiter unten nur Laubbäume, dort oben nur noch Nadelbäume. Der Waldboden war weich gepolstert mit all den Nadeln, ein angenehmes Gehen. Aussicht hatte es keine auf Unaka Mountain.

Nach weiteren 3.3 Meilen kam ich um 16h40 beim Shelter an. Knapp über 9 Stunden für 17 Meilen, und dies mit mehreren Pausen. Ich bin zufrieden mit der Tagesleistung!😁

Beim Shelter waren bereits 2 andere Hiker sowie Monk. Ein SoBo (south bounder = er läuft den Trail südwärts) hatte Feuer gemacht und briet sich ein Würstchen, welches er dann als Hot Dog in ein Brötchen packte. Er wartete auf einen anderen Hiker, welcher noch kommen sollte.

Nach dem Abendessen bot er Monk und mir ebenfalls ein Würstchen an, da der andere Hiker nicht erschienen war. Hat lecker geschmeckt😋🤗.

11. Juni 2018 – Tag 33 / Get high on the highest shelter on the trail

Das Wichtigste in Kürze:

Start: 07h15, Cherry Gap Shelter

Ankunft Ziel: 17h40, Roan High Knob Shelter

Wetter: Sonnig, dann bewölkt, nicht zu warm, ab 20h10 Gewitter

Zurückgelegte Meilen: 17.6 heute, 378.5 seit Anfang (609 Kilometer)

Elevation (in Fuss) 3900′-3723′-4426′-4034′-4918′-4040′-5481′-5340′-6285′

Besonderes: Übernachtung im höchstgelegenen Shelter auf dem Trail (6285 Fuss, 1915.7m ü.M.)

Und hier die Tagesgeschichte:

Heute war einer dieser Tage, den ich mit Respekt angehe und mit einem glücklichen Lächeln im Gesicht beende.

Wir hatten heute den höchstgelegenen Shelter des ganzen Trails als Ziel. Und dazu wusste ich, dass wir 17.6 Meilen laufen müssen. Ich sagte Monk schon am Morgen, dass ich nicht sicher sei, ob mein Körper dies heute verträgt. Falls nicht, würde ich stoppen und er könne alleine weitermachen.

Wir starteten heute in neuer Rekordzeit, um 07h15 waren wir auf dem Trail. Ich hatte noch eine E-Mail zu machen und sagte Monk, dass wir einen Halt machen müssten, sobald er ein Mobile Netz habe. Zuerst ging es noch abwärts. Tatsächlich kam bald ein Signal und wir stoppten. Monk war am Handy, ich dito. Ich hatte zu meinem Geburtstag eine unglaubliche Anzahl von Mitteilungen über WhatsApp, E-Mail, Messenger, Facebook und LinkedIn erhalten 😁 und im Hostel schon viele beantwortet. Jetzt beantwortete ich die restlichen Messages und sagte Monk, dass wir uns später sehen würden.

Und damit war klar: Pike is hiking his own hike. Dies ist vermutlich der Schlüssel zum Erfolg, man macht sein eigenes Tempo, entscheidet, wann man eine Pause braucht, muss nicht auf den Partner schauen.

Nach Beendigung meiner Mobile-Aktivitäten zog ich wieder los.

Über die ersten 10 Meilen war es ein permanentes leichtes auf- und abwärts, richtiggehend rolling hills.

Ich war so richtig in Stimmung und genoss mein Alleinsein.

So sehen trail legs aus…😊👍

Nach den ersten Meilen kam ein Gap (Senke), von dort wäre Autostopp möglich gewesen. Ich liess jedoch die Gelegenheit aus, ich hatte ja genügend Lebensmittel.

Heute präsentierte sich der Trail wieder höchst unterschiedlich. Von den bekanten Waldstücken mit weichem Boden über steinige Abschnitte bis zu offenen Wiesen war alles dabei. Hier zwei schöne Teilstücke:

Beim ersten grossen Anstieg bemerkte ich, dass hier beim Unterhalt des Trails grossartige Arbeit geleistet wird. An vielen Stellen waren grosse Steine so gelegt worden, dass man wie über Treppenstufen gehen konnte. Sagenhaft!

Auch heute sah ich eine Pflanze, welche ich noch nie gesehen hatte (siehe oben).

Um 16h40 kam ich auf dem Roan High Knob an. Eine andere Hikerin fragte mich, wo der Parkplatz liege, da es dort Toiletten gebe. Hatte das ebenfalls im Führer gelesen. Der Roan High Knob ist tatsächlich durch eine Strasse erschlossen! Ich schloss mich an, da ich dort sauberes Wasser holen konnte. Nach einer gewissen Zeit und Gesprächen mit Passanten beschloss ich, zum Shelter zu gehen.

Man glaubt es nicht, ich verpasste den Shelter und lief eine halbe Meile zu weit, bevor ich kehrt machte. So was aber auch.

Um 17h40 war ich beim Shelter. Das war also jetzt der höchstgelegene Shelter. Ziemlich einfaltslos und simpel, es gab nicht einmal Bettgestelle….

Nach und nach trafen noch weitere Hiker ein, Monk war schon am Schlafen.

Und dann ging es los. Einer nach dem anderen packte Dope (Haschisch) aus und es wurde munter geraucht. Ich wurde ebenfalls dazu eingeladen, verzichtete aber gerne 🤢. Augenscheinlich war der Stoff teilweise sehr stark….😁. Auf jeden Fall waren alle gut high im highest shelter auf dem Trail👍.

P.S.: Heute hatte ich das erste Mal endlos Hunger auf dem Trail, ich hätte einfach nur essen können….

9. Juni 2018 – Tag 31 / Geburtstag auf dem Trail und die Welt ist ein Dorf

Das Wichtigste in Kürze:

Start: 07h42, Bald Mountain Shelter

Ankunft Ziel: 12h10 , Nolichucky Hostel and Outfitters, Erwin, Tennessee

Wetter: Sonnig und schwül-warm, gegen 16h00 Gewitter.

Zurückgelegte Meilen*: 16.9 heute, 343.9 seit Anfang (553.3 Kilometer)

*= Ich habe den Approach trail in Georgia (8.8 Meilen) rausgerechnet, ab heute erwähne ich nur noch die Meilen gemäss Trailbook (dort wird der Approach trail ebenfalls nicht gerechnet).

Elevation (in Fuss) 5100′-4890′-5185′-3650′-4280′-3200 ′-3815′-2850′-3250′-1700′

Besonderes: Mein Geburtstag in Erwin, Tennessee😎

Und hier die Tagesgeschichte:

Die letzte Nacht habe ich das erste Mal RICHTIG gut geschlafen 😁. Um 21h00 mochte ich nicht mehr am Blog schreiben und löschte das Licht an meiner Stirnlampe. Um 05h30 wurde ich wach, drehte mich aber nochmals und schlief eine weitere Stunde 👍. Monk begrüsste mich mit einem Happy birthday, mega sympathisch😊.

Um 07h42 zogen Monk und ich los, Eagle Eye lag vermutlich noch in seinem Hammock (quasi Hängematte für Hiker). Ich war so richtig in Form und zog davon.

Der erste Brocken auf dem Weg war der Little Bald. Dort hatte ich einen wunderbaren Ausblick auf ein Nebelmeer.

Nun ging es rund 1500 Fuss abwärts, eine rechte Belastung für die Knie. Zum Glück gibt es Stöcke, das ist unglaublich wichtig.

Richtung Erwin lag nun der High Rocks vor uns, den es zu erklimmen galt.

Für den Gipfel musste man einen kleinen Seitentrail begehen. Ich machte das und fand mich auf einem riesigen flachen Felsen wieder. Dies wäre ein idealer Picknick-Spot gewesen.

Anschliessend ging es wieder 1000 Fuss runter.

Hier eine Impression von unterwegs.

Beim Spivey Gap, bei welchem eine Strasse durchläuft, stoppte ich Monk und schlug vor, die restlichen 11.2 Meilen rauszukippen und per Autostopp früher als ursprünglich geplant nach Erwin zu gelangen.

Wir mussten gut eine halbe Stunde an dieser verkehrsarmen Strasse warten, ich konnte dafür den Schmetterling fotografieren.

Dann kam ein Pickup angefahren und hielt. Der Fahrer meinte, er könne uns die Hälfte des Weges mitnehmen. Vielleicht hat ja geholfen, dass ich meinen Vornamen nannte und sagte, dass mein Geburtstag sei. Auf jeden Fall wechselte er seine Meinung und fuhr uns direkt zum Hostel, das ist wieder Trail magic! Ich buchte uns eine Private Cabin zur Feier des Tages.

Nach Dusche und Füllen der Waschmaschine wollten wir die 4.5 Meilen bis Erwin Downtown per Shuttle fahren, wir hatten diesen aber um 10 Minuten verpasst. Der Eigentümer meinte, wir könnten Fahrräder vom Hostel nehmen, es gäbe einen eigenen Trail bis Erwin. Witzig war seine Bemerkung: Just choose a bike you like. Some of them need repair….. Tatsächlich hätte jedes eine Reparatur benötigt 😉.

Mein Bike war ein Mountain Bike, bei welchem der hintere Wechsel nicht funktionierte (ergo nur 3 Gänge) und auch die Hinterradbremse war defekt.

Aber immer noch besser wie Monk’s Bike. Ein Eingänger, bei welchem die Kette mehrmals raussprang!

Wir kamen in Erwin an und fuhren zuerst die Hauptstrasse entlang.

Monk hatte mir vor einiger Zeit gesagt, dass es heutzutage keine Schuhmacher mehr gäbe. Und siehe da, in Erwin gibt es noch einen.

Die Fahrerei hatte Hunger gemacht und so gingen wir etwas essen.

Im Hawg -n- Dog hatten wir einen guten Imbiss.

Bevor wir zurückfuhren, ging ich noch zum Coiffeur. Jeff nahm sich spontan Zeit für mich, während eine Kundin wartete. Ich bezahlte US $ 10😊.

Man beachte das Schild hinter mir, welches ich an der Main Road sah, nachdem ich beim Coiffeur war 🤣.

Nachdem wir bei Walgreen und beim Liquor Shop eingekauft hatten, pedalten wir zurück und wurden so richtig nass, ein Gewitter war aufgezogen.

Später nahmen wir zusammen mit rund 10 anderen Hikern den Gratisshuttle zu Walmart, um dort etwas zu essen und Food einzukaufen.

Ich lud Monk und Eagle Eye in ein italienisches Restaurant ein, ein Steakhaus gab es nicht in Erwin.

Witzig: Das Restaurant verkaufte keinen Alkohol, aber die Kellnerin meinte, ich könne den Alkohol gleich nebenan im Liquor Store kaufen und bei ihnen trinken. Gesagt, getan, ich holte Bier und eine hübsche Flasche aus dem Napa Valley.

Das Essen war vorzüglich! Gesättigt und mit unseren Einkäufen fuhren wir mit dem Shuttle zurück.

Und nun noch kurz die „Welt ist ein Dorf“ Geschichte.

Eagle Eye hat schon als Kameramann für Umwelt-Dokumentationen gearbeitet. Im Moment ist er auf dem Trail, ist aber offen für Jobangebote. Wir tranken noch ein Bier auf meiner Veranda, als er mich informierte.

Diese Woche habe ich auf 20 Minuten online gesehen, dass Benoît Lecompte, ein Franzose, den Pazifik durchschwimmen will während 6-7 Monaten mit einem Begleitschiff. Und genau dieses Projekt hat Eagle Eye heute angefragt, ob er auf dem Schiff mitreisen könnte und alles filmen würde. Einziges „Problem“: Abreise nach Japan umgehend. Eagle Eye war natürlich erstaunt, dass ich über das Projekt Bescheid wusste. Ich sagte ihm dann, dass dies eine einmalige Chance sei und dass er sie nehmen solle. Er musste dann mit seiner Agentin und seinen Eltern Rücksprache nehmen und wartete auf weitere Infos.

P.S.: Erwin liegt im Bibel-Gürtel der USA und hat gegen 1700 Einwohner. Es gibt in dieser Gemeinde 64 (sic!) Baptistengemeinden mit eigenen Kirchen. Verrückt, oder?

8. Juni 2018 – Tag 30 / A mountain with a view

Das Wichtigste in Kürze:

Start: 07h25, Laurel Hostel, Flag Pond, Tennessee

Ankunft Ziel: 16h15, Bald Mountain Shelter

Wetter: Sonnig und warm, am Abend auffrischender Wind und merklich kühler.

Zurückgelegte Meilen: 15.7 heute, 335.8 seit Anfang (540.3 Kilometer)

Elevation (in Fuss) 2960′-4579′-3800′-4460′-3760′-5516′-5100′

Besonderes: Zwei grosse Anstiege (früh am Morgen und dann am Schluss) an einem Tag mit Bravour bewältigt.

Und hier die Tagesgeschichte:

Das Laurel Hostel war im Nachhinein so ziemlich das Übelste, was ich bis anhin gesehen hatte. Ein Plumpsklo ausserhalb und Teppichresten, welche wie Kunst aussahen (Flecken überall). Aber immerhin, die Dusche gab warmes Wasser, wenn auch keine Handtücher da waren. Auch der Besitzer war speziell, er stand schon 06h30 auf der Matte, um das Geld für die Getränke zu kassieren, welche wir am Vorabend gehabt hatten. Dies war wiederum ein positiver Punkt, Getränke direkt aus dem Kühlschrank 😋. Aber irgendwie schaute alles ein bisschen wie im Film „Deliverance“ aus.

Wir starteten früh. Uns war bewusst, dass wir heute zwar „nur“ knapp 16 Meilen zu laufen hatten, aber es lagen zwei grosse Anstiege vor uns. Innerhalb von 3 Meilen hatten wir zuerst 1610 Fuss zu erklimmen. Wie ich schon erwähnt hatte, macht mir solch ein Anstieg früh am Morgen mittlerweile schon fast Spass.

Nach dem ersten Shelter und dem High Rock ging es runter zum Sams Gap, welcher direkt am Interstate 26 Highway liegt.

Wir unterquerten den Highway und trafen auf zwei weitere Thru-Hiker, welche per Autostopp zum nächsten Diners fahren wollten, um etwas zu essen und dann auch Re-Supply zu machen. Wir überlegten uns, ob wir mitgehen sollten. Nachdem aber in zehn Minuten nur zwei Wagen durchfuhren, liessen wir das ganze Sausen und liefen weiter.

Ab jetzt hiess es, nochmals fast 1800 Fuss innert 6.5 Meilen zu erklimmen.

Auf dem Weg nach oben sah ich im Gebüsch zwei Deer, mit guten Augen sieht man sie auf den Fotos.

Weiter stiess ich auf eine kleine, giftige Copperhead Schlange, diese wollte aber nichts von mir wissen und verschwand im Gebüsch.

Letztendlich erreichten wir Big Bald, ein Berg mit 5516 Fuss Höhe (1681.3m ü.M.).

Die Aussicht war gewaltig, keine Bäume, welche die Aussicht gestört hätten.

Wir schauten noch nach dem angekündigten Gewitter aus, aber ausser einer Wolke, welche sich in der Ferne ausregnete, sahen wir nichts.

Beim Abstieg zum Shelter sahen wir nochmals einen Wild Turkey sowie diese auffällige signalrote Blume.

Den Shelter erreichten wir kurz nach 16h, wir hatten also nicht ganz 9 Stunden benötigt.

Morgen gehen wir nach ERWIN in Tennessee 😁👍. Dort werden wir meinen Geburtstag feiern.

6. Juni 2018 – Tag 28 / Selbsthypnose hilft

Ein letzter Blick auf Hot Springs und den Fluss.

Das Wichtigste in Kürze:

Start: 08h05, Hot Springs N.C.

Ankunft Ziel: 18h15, Little Laurel Shelter

Wetter: Am Morgen sonnig, ab Mittag bewölkt, gegen Abend wieder sonnig. Angenehme Temperatur, zwischendurch leichte Brise.

Zurückgelegte Meilen: 19.6 heute, 302.9 seit Anfang (487.4 Kilometer)

Elevation (in Fuss) 1326′-1320′-2800′-2278′-3600′-2900′-3300′-2234′-3300′

Besonderes: Neuer Distanz-Tagesrekord und schon 300 Meilen.

Und hier die Tagesgeschichte:

Monk ist ein Mensch, der gerne früh startet. Geduld ist nicht seine grösste Tugend. Heute morgen war die Koordination jedoch nicht schlecht. Wir verliessen das Hostel bereits um 07h05, um im Nahe gelegenen Diner zu frühstücken.

Morgennebel im ersten Sonnenlicht

Monk im Diner

Ich habe festgestellt, dass mein Körper sich schon stark umgestellt hat. Schwere, fettige Sachen verträgt mein Magen nicht mehr gut, ich habe dann Probleme mit der Magensäure und der Verdauung. Die letzte Nacht war in diese Richtung, deshalb war ich beim Bestellen konservativ.

Vor dem Lokal standen zwei wunderbare amerikanische Motorräder, eine Harley-Davidsona und eine Victory. Dies ist eine neue Marke, welche vor ein paar Jahren auf den Markt kam.

Nach dem Frühstück ging’s los. Über die Brücke auf die andere Seite des French Broad Rivers.

Dieser breite Fluss wird gerne für River Rafting benutzt. Entlang dem Ufer liefen Monk und ich ein Stück Flussaufwärts. Und dann ging’s los. Steil in Serpentinen erklommen wir eine Steilwand.

Der Ausblick auf Hot Springs war wunderbar.

Wenn man sich das Höhenprofil ansieht, hat man schnell das Gefühl, die heutige Strecke sei sehr leicht gewesen (z.B. kein Berg über 3600 Fuss). Natürlich gab es wiederum schöne und interessante Abschnitte.

Aber wir dürfen nicht vergessen, dass wir heute fast 20 Meilen gelaufen sind. Der letzte Anstieg zum Shelter ging über 3.3 Meilen, 1000 Fuss waren zu erklimmen.

Hier hatte ich unglaublich zu kämpfen. Nachdem ich immer langsamer wurde und vermehrt Pausen einlegte, wusste ich, dass ich etwas ändern muss.

In einer Art Selbsthypnose fing ich an, jeden Schritt zu zählen. Und siehe da, jetzt ging es auf einmal. Ohne weitere Pause (ausser für dieses Foto)

und nach fast 6800 Schritten kam ich beim Shelter an.

Ich fand Platz, da viele Leute die Mäuse fürchteten und lieber im Zelt schliefen 🐁. Diese Nacht habe ich wunderbar geschlafen, nachdem ich mir nach der Gewaltsleistung wieder einmal einen Whisky gegönnt habe 👍.

7. Juni 2018 – Tag 29 / Ridge Running (Rennen über den Grat)

Das Wichtigste in Kürze:

Start: 07h45, Little Laurel Shelter

Ankunft Ziel: 17h15, Laurel Hostel, Flag Pond, Tennessee

Wetter: Sonnig und sehr warm 😁

Zurückgelegte Meilen: 17.2 heute, 320.1 seit Anfang (515 Kilometer)

Elevation (in Fuss) 3300′-4844′-4390′-4450′-4420′-4425′-4200′-4210′-4150′-4750′-4480′-4520′-3425′-3570′-2960′

Besonderes: Sensationelle Aussicht vom Exposed Ridgeline Trail beim Big Firescald Knob.

Und hier die Tagesgeschichte:

Der heutige Tag stand einmal mehr im Zeichen der grossen Höhenunterschiede (Himmel, hört das denn nie auf?🤔).

Heute waren die ersten 1500 Fuss Höhenunterschied direkt nach dem Losmarschieren zu absolvieren. Das wiederum liebe ich zwischenzeitlich. Man hat gefrühstückt und ist noch frisch. Ich muss sagen, heute morgen war ich im Overdrive und hängte Eagle Eye und Monk ab. Was hatte jemand über mich gesagt? He has got his Trail legs. Heisst sehr frei übersetzt, dass ich jetzt fit bin für den Trail.😎

Oben angekommen lief ich weiter und hörte Stimmen. Bei einem Gebüsch steckte ein Paar Wanderstöcke im Boden. Erst dadurch wurde ich auf einen Abzweiger aufmerksam. Dieser führte zum White Rock Cliff, einem Aussichtspunkt. Zwei Familien waren dort am Geniessen der Aussicht und mussten erst Platz machen. Die Aussicht war wunderbar.

Dort sah ich auch eine Blume, welche ich noch nie gesehen hatte (Monk als Gärtner übrigens auch nicht).

Aber der Höhepunkt des Tages stand noch bevor. Der Exposed Ridgeline Trail. Es ist im übrigen so, dass ganz selten auf dem Trail eine Alternative geboten wird, weil etwas zu gefährlich sein könnte. Aber bei diesem Teilstück gibt es eine Umgehung bei schlechtem Wetter. Und ich verstehe jetzt, weshalb dies so ist. Der ganze Ridgeline Trail ist im Fels mit teilweise anspruchsvoller Kletterei (nicht vergessen: Der Rucksack hat auch noch 20 Kilo). Bei Regen oder Schnee und Eis wird es schnell gefährlich. Aber wir hatten ja schönstes Wetter!🤗🤗

Ich muss sagen, dieses Stück war bis jetzt der absolute Höhepunkt auf meinem Trail!

Auf dem Stück wurde auch ein Felsen (Howard’s Rock) Howard McDonald gewidmet, einem der Freiwilligen, welchen dieses Trailstück in fünf (sic!) Jahren gebaut haben. Siehe auch den Beschrieb auf dem Foto. Einfach nur grossartig!

Wir wollten heute eigentlich nach 14 Meilen bei einem Shelter aufhören. Dieser war jedoch vollständig von Jugendlichen belegt. Irgendwie kam uns das recht, denn morgen haben wir eine anspruchsvolle Etappe vor uns, auf welcher am Ende eine 5500 Fuss hoher Berg steht. Wir entschieden uns, noch etwas über 3 Meilen zu laufen und in einem Hostel zu übernachten. Dieses Hostel war nur in Eagle Eye’s Führer verzeichnet.

Als war nach etwas Suchen dort eintrafen, waren wir die einzigen Gäste. Das Hostel stellte sich als Baracke auf einer Wiese heraus, aber immerhin mit Lavabo und Dusche. Also absolut ok für eine Nacht. Wir verzichteten auf Junkfood (TK Pizza oder Hot Dog) und kochten unser Essen selber, wir hatten eh genug Essen dabei.

Heute haben wir im übrigen den offiziellen Marker für 300 Meilen passiert😁.