Das Wichtigste in Kürze:
Start: 09h35, Cooper Brook Falls Lean-to
Ankunft Ziel: 10h45, Kokadjo-B Pond Road, dann mit Shuttle zu Shaw’s Hostel in Monson
Wetter: Regen, warm
Zurückgelegte Meilen: 3.2 heute, 1087.6 seit Anfang (1750) Kilometer)
Elevation: 880′-1380′
Besonderes: Spontaner Entscheid, den Trail zu beenden.
Cooper Brook Falls, nach dem Starkregen eingefärbt
Es hatte in der Nacht angefangen zu regnen. Ich wurde bereits nach 5 Uhr früh wach, der Regen prasselte nur so auf das Dach des Shelters. Es war trostlos draussen. Einige der Zeltplätze beim Shelter standen unter Wasser, so stark hatte es in der Nacht geregnet. Zum Glück waren diese Plätze nicht belegt. Princess, welche ebenfalls im Shelter geschlafen hatte, wurde gegen 6 Uhr wach. Sie meinte, dass sie bei diesem Wetter keinen Schritt machen würde, sie hatte ihre richtigen Wanderschuhe vergessen, mit den Turnschuhen war das definitiv zu gefährlich. Auch ich war überhaupt nicht motiviert, irgendwie hatte das auch mit Monk zu tun, der gestern weitergezogen war.
Gegen 08h30 liess der Regen etwas nach. Ich fing an, meine Sachen zusammenzupacken und beobachtete das Wetter. Es blieb jetzt beim leichten Regen, sodass ich um 09h35 loszog. Kameron, der in seiner Hängematte geschlafen hatte, tauchte genau dann auf.
Es lag ein Berg vor mir, über welchen der Trail ging. Ich hatte eigentlich vor, etwa 17 Meilen zu laufen.
Nach 3.2 Meilen kam ich zur Kokadjo-B Pond Road, einer Naturstrasse im Wald. Es war fast schon surreal. Als ich gerade unterhalb der Strasse war, joggte ein alter Mann vorbei. Als ich die Strasse betrat, war er verschwunden….🤔
Es war auch nirgendwo ein Fahrzeug zu sehen. Ich beschloss, kurz einen Snack zu essen, bevor ich weitergehe. Als ich so dastand, kam der Jogger wieder vorbei, ich grüsste ihn, dann war er wieder weg.
Und dann geschah es: Ein Toyota Pickup mit Festaufbau kam angefahren. Ich stoppte ihn und wollte mich erkundigen, wie weit es bis zum nächsten Ort sei, ich dachte über eine Pause nach. Dann sah ich den Aufkleber an der Seite. Es war ein Wagen vom Hostel in Monson. Monk und ich hatten darüber gesprochen, dass wir dort nach der 100-Mile Wilderness absteigen würden. Der Fahrer erklärte mir, dass er einen Food Dropoff mache für zwei Northbounder.
Ganz spontan fragte ich ihn, ob ich zum Hostel mitfahren könne, ich bräuchte eine Pause. Er bejahte und so nahm ich auf dem Beifahrersitz Platz.
Ich wollte ihm kurz erklären, weshalb ich eine Pause brauche. Als ich anfing zu reden, übermannten mich die Emotionen absolut unvorbereitet. Ich konnte nicht weiterreden und mir war auf einmal klar, dass ich gerade den Trail beendet hatte!
Ich hatte in den letzten Wochen immer wieder mal eine Sinnkrise. Ein so langes Verbleiben auf dem Trail fordert ungemein. Ich dachte auch schon über das Aufhören nach, aber irgendwie motivierte ich mich immer wieder selber oder Monk tat dies. Es hatte auch mit dem Tischlein Deck Dich zu tun, schliesslich würde jeder Kilometer Geld einbringen.
In den letzten Tagen war mir aber immer bewusster geworden, dass ich jetzt eigentlich wusste, wohin meine Reise in der Zukunft gehen soll. Ich empfand den Trail auf einmal als Bremsklotz, ich konnte in der Schweiz ja nichts starten, solange ich auf dem Trail bin.
Nachdem ich mich wieder gefasst hatte, sprach ich mit dem Fahrer über seine Arbeit und das Hostel. Wir mussten noch auf zwei Hiker warten, welche ihr Essen hier übernehmen würden. Während wir so am Warten waren kam Princess den Trail hoch. Als sie mich sah, bekam sie grosse Augen. Sie hätte dies von mir zuletzt erwartet! Wir sprachen noch eine Weile, dann ging sie weiter.
Die beiden Hiker kamen gegen 12 Uhr. Anschliessend fuhren wir zum Hostel, eine rund 90 minütige Fahrt.
Im Hostel war Hochbetrieb wegen all der Northbounder. Kim, die Besitzerin, sagte mir, dass ich die erste Nacht entweder auf einer Couch oder im Zelt schlafen müsse, sie hätte keinen anderen Platz mehr frei. Ich entschied mich sofort für die Couch.
Amschliessend war Duschen angesagt und Kleiderwechsel😊. In Kleidern vom Hostel ging ich anschliessend zum General Store, um etwas zu essen.
Ab jetzt war das Organisieren der Rückreise in die Schweiz meine primäre Aufgabe. Ferner wollte ich möglichst schnell und transparent informieren, dass ich den Trail nach zurückgelegten 1’750 Kilometern für mich beendet hatte.


Hiker Pike my name is zAck I was one of the section hikers on day 72. I am coming to Switzerland in the next couple of weeks and was wondering if you could tell me the best places to see and things to do from a resident view. one of the destinations is Interlaken. I hope all is well and would love to hear back from you
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Hi Zack
Yesssss, the Marshmellows🤗. Great to hear from you. Pls send me your contact details (mail, cellphone) and we can work on that a little.
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zremick4@gmail.com
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